"Hilf mir, es selbst zu tun!"

 (Maria Montessori)


Der Namensgeber "Georg-Müller"

Der Theologe und Pädagoge Georg Müller (1805 – 1898) wurde als der „Waisenvater von Bristol“ weltbekannt. In Kroppenstedt (Sachsen-Anhalt) geboren, geht er in Halberstadt und Nordhausen auf das Gymnasium. Nach dem Studium der Theologie in Halle, reist Georg Müller 1829 als Missionar nach England. 1832 nimmt dort er eine Anstellung als Prediger in Bristol an. Infolge einer schweren Cholera-Epidemie lebten zu dieser Zeit viele Kinder auf der Straße, deren Eltern gestorben waren. Obwohl Georg Müller selbst nur über geringe finanzielle Mittel verfügte, ging er täglich zu diesen Kindern, gab ihn Brot und Leseunterricht. Nach dem Studium der Biografie von August Hermann Francke (1663 – 1727), dem Gründer der Halleschen Waisenanstalten, beginnt Georg Müller selbst Waisenhäuser aufzubauen. Anfänglich nehmen er und seine Frau mehrere Kinder bei sich zu Hause auf. 1838 gründete Georg Müller ein Haus für 30 Kinder. Bis 1870 entstanden daraus die berühmten Waisenhäuser in Ashley Down (Bristol) für über 2.000 Kinder.